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Kerners Läusekraut

Pedicularis kerneri Dalla Torre

«Das Läusekraut ist so verlaust, dass es sich vor sich selber graust» heisst es in einem bekannten Reim. Das stimmt jedoch nicht – Läuse findet man kaum je auf dieser Pflanze. Kerners Läusekraut lässt sich mit seinen auffälligen, purpurnen Blüten nur schlecht ignorieren. Die so harmlos ausschauende Art ist ein Halbschmarotzer, der seine Nachbarn schamlos schädigt und ihnen Nährstoffe und Wasser wegnimmt. Kerners Läusekraut wird 5-15 cm hoch. Es hat oft rotüberlaufene Laubblätter die tief eingeschnitten sind. Die hübschen Blüten sind auffällig purpurnfarben und drehen sich abenteuerlich  bis zu 90° um ihre eigene Achse.  

Facts and Figures

Kerners Läusekraut ist wie alle Läusekräuter (Pedicularis) ein Halbschmarotzer. Mit speziellen Saugorganen zapft es andere Pflanzen an und entzieht ihnen Wasser und Nährstoffe. Auf nährstoffarmen, manchmal trocken fallenden Gebirgsrasen ist dies eine vorteilhafte Strategie.

Verbreitung

Kerners Läusekraut wächst von Spanien bis nach Österreich auf der alpinen Stufe. In der Schweiz findet man es auf steinigen Rasen und in kalkarmem Felsschutt.  Am Gornergrat kann man die leuchtenden Burschen immer mal wieder antreffen.   weitere Informationen

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