Zugsabteil der Premium Class der Gornergrat Bahn

Geschichte der Gornergrat Bahn

Von 1898 bis heute

Der Gornergrat mit seinen idyllischen WÀldern, Alpwiesen und Gebirgsseen, ist seit jeher ein Ort zum TrÀumen.

Erste elektrische Zahnradbahn der Schweiz

Der Tourismus begann sich bereits vor dem Bau der Gornergrat Bahn zu entwickeln. Zu Fuss erklomm man damals den aussichtsreichen Berg gegenĂŒber des Matterhorns. Die Geschichte der 9’339 Meter langen Bahnstrecke von Zermatt auf den Gornergrat begann mit der Bewilligung der Bahn im Jahr 1892. Das Bauvorhaben wurde als reine Zahnradbahn mit einer Maximalsteigung von 20 Prozent und elektrischem Betrieb bewilligt.

Station Gornergrat im Sommer um 1900, Zermatt, Schweiz

Nur wÀhrend der Sommermonate, zwischen Schneeschmelze und Wintereinbruch, konnte gebaut werden. Daher beeindruckt es umso mehr, dass die Zahnradbahn nach zweijÀhriger Bauzeit am 20. August 1898 eröffnet wurde.

Mehr als 2400 Arbeiter mehrheitlich aus Italien, arbeiteten auf der Gebirgsbaustelle. Zu Spitzenzeiten waren Tausend Arbeiter gleichzeitig am Werk. Die erste elektrische Zahnradbahn der Schweiz wurde mit dem Zahnstangensystem von Ingenieur Roman Abt ausgerĂŒstet, einem noch heute gĂ€ngigen System.

AnfÀnge des Wintersports in Zermatt

In den ersten Jahren war aufgrund verschiedener Gefahren im Winter nur der Sommerbetrieb der Gornergrat Bahn möglich. Erst in der Saison 1928/29 fuhr man auch im Winter bis zur Station Riffelalp. Diese Verbindung ermöglichte die erste Wintersportsaison in Zermatt.

Historischer Skizug am Gornergrat oberhalb Zermatt im Winter

Der Tourismus im Matterhorn Dorf nahm in den folgenden Jahren rasch zu. Mit der VerlÀngerung der Winterstrecke bis Riffelberg konnte im Winter 1938 das Skigebiet erheblich vergrössert werden. Durch den Bau einer 770 Meter langen Lawinengalerie kurz vor Riffelberg wurde anschliessend auch die Endstation Gornergrat in der kalten Jahreszeit zugÀnglich.

Bereits im Winter 1846 wurden erstmals im Winter mehr GĂ€ste mit der Gornergrat Bahn transportiert als im Sommer.

Skifahrer am Gornergrat in den 1940er Jahren mit der Gornergrat Bahn im Hintergrund, Zermatt, Schweiz

Steter Ausbau

Die Bergstation der Gornergrat Bahn befand sich zunĂ€chst rund 71 Meter unter dem heutigen Standort. 1909 wurde das alte Kulmhotel abgerissen und ermöglichte den Bau fĂŒr die Station am heutigen Standort auf 3089 Meter ĂŒber Meer. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Gornergrat Bahn dank steigenden Passagierzahlen in neue Triebwagen investieren. Eine weitere KapazitĂ€tssteigerung ermöglichte der Umbau des Bahnhofs Zermatt in den 1960er Jahren, wo nun gleichzeitig sechs ZĂŒge abgefertigt werden konnten.

In dieser Zeit wurde auch die Strecke zwischen Riffelberg und Gifthittli doppelspurig ausgebaut. Die ursprĂŒngliche Höchstgeschwindigkeit der Bahn von 7,2 km/h konnte 1965 dank neuen Fahrzeugen auf 14,5 km/h erhöht werden. Seit 1993 betrĂ€gt sie bergwĂ€rts 28 km/h, talwĂ€rts 15,5 bis 21 km/h.

Seit dem Jahr 2008 betrĂ€gt die Fahrzeit nur noch 28 Minuten, davor waren es 42. Und die weitere Steigerung der AttraktivitĂ€t des Gornergrats und der Bahn geht laufend weiter. Seit der Eröffnung der Gornergrat Bahn ist diese energiesparend unterwegs. Dank der sogenannten Rekuperation kann bei der Talfahrt Energie gewonnen werden, welche zurĂŒck ins Netz gespeist wird.

seit 1898 energiesparend unterwegs

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Integration in die BVZ Holding

1997 wurde die Gornergrat Bahn in Gornergrat Monte Rosa Bahnen umbenannt – eine Entscheidung, die an der Generalversammlung vom April 2005 wieder rĂŒckgĂ€ngig gemacht wurde. Im Oktober desselben Jahres wurde die Integration der Bahn in die BVZ Holding genehmigt. Sie wurde mit dem Glacier Express zum wichtigsten Angebot der Unternehmensgruppe im Bereich der Erlebnisreisen. Die Gornergrat Bahn ist nach der Jungfraubahn die zweithöchste Bergbahn Europas, und mit der Aussichtsplattform auf 3131 Meter ist der Gornergrat ein beliebtes Ausflugsziel fĂŒr in- und auslĂ€ndische Touristen. Umgeben von 29 Viertausendern, darunter das Matterhorn, bietet er ein ĂŒberwĂ€ltigendes Gebirgspanorama.

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